Voting

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Sabine Schumann
Bequem zurücklehnen und anhören.

Heute gibt es leider keine neue Geschichte. Nicht etwa, weil mir der Stoff ausgeht. Ganz und gar nicht, denn es kommen ja stetig neue Bekanntschaften hinzu. Und viele der Bewerber könnten sich mühelos ihren Platz im Blog sichern. Vielmehr ist die Stoffsammlung abgeschlossen. Seit 24 Wochen begleiten viele von euch regelmäßig montags die Geschichten aus Vorstellungsgesprächen. Da war beispielsweise Carmen Conradi in der Geschichte „Geld“, die auf die Frage „Was möchten Sie verdienen?“, regelrecht ausgetickt ist, um nur Sekunden später zu erfahren, dass die Stelle deutlich höher dotiert ist, als es ihre Forderung war. Oder Stanislav Walther, der in „Doppelpack“ seine Frau ins Vorstellungsgespräch mitbrachte. Nicht ganz freiwillig, wie sich herausstellte. Vielleicht hat die ein oder andere mit Vanessa di Mori gelitten, als sie in „Outfit“ versuchte, sich mit dem viel zu engen Rock zu setzen und ebenfalls die Luft angehalten? Viele werden nicht verstanden haben, weshalb der arrogante Richard Mertens in „Vitamin B“ eingestellt wurde, obwohl von Anfang an alles gegen ihn sprach. Auf der anderen Seite bekam Benjamin Altenhoff alias Johnny in „Fußball“ als Jobhopper nur eine Chance, weil er persönlich bekannt war. Ja und dann waren da noch die männermordende Yolanda Weishaupt in „Vamp im Schafspelz“, die You-Tuberin Karolin Krassnitz in „Pink Lady“, Kuno Kuppinger, der seine Pralinen („Pralinen“) ins Gespräch mitbrachte und Carsten Finkbeiner, der unter Zuhilfenahme seines Pilotenkoffers („Pilotenkoffer“) das Besprechungszimmer ausräumte. Fast schon kriminell waren hingegen Hugo Hallhuber, der sein Zeugnis fälschte, was nur durch einen gezielten Anruf („Anruf“) ans Tageslicht kam, oder Florian Fiedler, der in „Nestbeschmutzer“ Firmendaten als Einstand mitbringen wollte. Es gab aber auch schicksalhafte Begegnungen; beispielsweise mit Geraldine Kiesewetter, die immer einen Schluckauf bekam, wenn es ernst wurde, oder mit Evangelos Kyriakidis, der in „Flirtversuch“ etwas ganz entscheidend falsch verstanden hat. Und das waren noch lange nicht alle, denn da gab es ja auch noch Silke Sonnenberg, die das Vorstellungsgespräch für ein „Kaffeekränzchen“ hielt und freizügig ihre komplette Krankengeschichte erzählte, Florentine Färber, die ihr Leben nach der Astrologie („Sternzeichen“) ausrichtet und Peggy von Arnstedt-Paulsen, die „Plaudertasche“, die sich für die einzig geeignete Vorgesetzte hielt.

Ich denke, dass jeder Leser und jeder Hörer seine ganz persönlichen Lieblingsgeschichten hat. Und daher rufe ich euch heute zum Voting auf. Mailt mir eure drei Lieblingsgeschichten – eine Übersicht aller Geschichten mit Kurztext findet ihr unten als Download. Die drei Geschichten mit den meisten Stimmen werde ich bis Ende Januar 2021 in Reintext bringen, wie sie später auch als Buch erscheinen werden, und erneut einstellen. Damit niemand mit Entzugserscheinungen am Montagmorgen zu kämpfen hat. Ich freue mich über rege Teilnahme und Feedback, wünsche allen an dieser Stelle schöne Weihnachtstage getreu dem Motto: „Weihnachten ist, was wir draus machen!“ und vor allem: Bleibt gesund!